Skitour Naturfreunde Auerbach Mai 2014



Teilnehmer:
Erwin Trenz, Roland Friedel, Thomas Wolf
(Verein Naturfreunde Auerbach i.d. Opf.)


Ausgangsort:
Kals am Großglockner


Tourenverlauf:
Lucknerhaus – Stüdelhütte – Ködnitzkees - Skidepot – Erz Herzog Johann Hütte (Adlersruhe) – Glocknerleitl – Kleinglockner – Grossglockner


Bericht:


Start 12.30 Uhr – Parkplatz Lucknerhaus


Vom Start weg zuerst mit Ski auf dem Rücken (mangels Schnee),
gingen wir ca. eine Stunde bis zur Lucknerhütte bis wir den ersten Schneekontakt hatten. Dann schnallten wir die Ski an, und immer mit Blick auf den Großglockner ging es recht entspannt bis zu unserem ersten Ziel der Stüdelhütte auf der wir auch übernachteten.


Am Gourmettempel angekommen bezogen wir unser Lager und stellten uns mental schon auf das hochgelobte und legendäre Essen der Hütte ein. Draußen vor der Hütte haben echte Bergsteiger eine Tütensuppe aufgekocht und sich dann ins Zelt bei minus 10° verkrochen, wir sind doch Weicheier :-)! Nach einem fünf Gänge Menü der feinsten Art besprachen wir noch den nächsten Tag, und mussten dabei leider feststellen das wir nicht nur wegen des guten Essens in Österreich sind, sondern das der nächste Tag zum Gipfel dann doch schon ein wenig Arbeit wird.


Nach einer ruhigen Nacht ging am Morgen der übliche Trubel auf der Hütte von statten, und wir standen um ca. 5.45Uhr am Start (wir waren die letzten die sich auf dem Weg gemacht haben :-).
Bei besten Wetter und bewaffnet mit Harscheisen an den Skiern ging es relativ
stressfrei übers Ködnitzkees bis zum Einstieg vom Klettersteig zur Adlersruhe,
an dem wir unser Skidepot machten. Hier stellten wir dann auf Steigeisen und Seilbetrieb um, und nahmen den Weg zur Hütte in Angriff. An der Adlersruhe angekommen mussten wir als Flachlandtiroler dann doch feststellen das die Luft dünner und jeder Schritt schwerer wurde.


Ein kurzer zweifelnder Blick und Kommentar von Roland „ich weiss net ob des sein muss“ prallte an Erwins Nordwandgesicht ab (ausserdem konnte eh keiner entfliehen da ich meine beiden Pfälzer Kumpels am Seil im Schlepptau hatte) und schon gings weiter zum nächsten Abschnitt, dem sogenannten Glocknerleitl (ein ca. 45 Grad steiler Firnhang). Auch diesen Teil zum Kleinglockner bewältigten wir zwar langsam aber souverän.
Kleinglockner – Übergang zum Großglockner und Großglockner – alles kein Problem.


Am Gipfel angekommen um 11.30Uhr genossen wir bei relativ wenig Betrieb die grandiose Fernsicht und Erhabenheit des Glockners. Nach einer halben Stunde Aufenthalt traten wir dann den Rückweg über die Aufstiegsroute an.


Der Abstieg gelang uns nicht ganz so eloquent wie der Aufstieg, da sich unser „Northface“ Erwin beim Abstieg vom Glocknerleitl mit den Steigeisen an seiner Hose verhedderte (Grund dafür war eine Mülltüte am Wegesrand die unseren Erwin komplett aus der Konzentration geworfen hat – soviel zum Thema Müllberg). Daraufhin legte er eine Zirkusreife Abstiegsrolle vorwärts hin. Roland (ein Baum von einem Mann und gestandener Oberpfälzer) hat das aber nicht wirklich aus der Ruhe gebracht und den Sturz von Erwin professionell gehalten.


Der Rest des Abstieges verlief von da ab störungsfrei bis zu unserem Skidepot von dem im Anschluss eine sehr schöne Firnabfahrt erfolgte. Bei der Abfahrt machte wie immer Roland die beste Figur und es ist doch erstaunlich wie schnell sich der Kerl erholt wenn er auf Ski steht ;-).

Um 15Uhr wieder zurück am Auto (ein wenig kaputt aber glücklich) schweifte unser Blick nochmals zum Gipfel und wir machten uns auf die Heimreise.


..... schee wars und bis zum nächsten Abenteuer!


Pfuid enk (oder schönen Gruß)
Thomas